Die Zahnfee war da! Vom magischem Ritual zur Fee

Mit Kindern entdeckt man die Welt neu, sieht sie bunter, lauter, größer aus und wenn man etwas den Schleier des Erwachsenseins lüftet, kommen neben dem Weihnachtsmann und dem Osterhasen auch mystische Wesen wie die Zahnfee zum Vorschein.

In der Nacht auf den 12. Januar war dieses Zauberwesen bei uns ins Haus gekehrt und hat einen kleinen Milchzahn mitgenommen, dem Wunschkind Geld gelassen und ist auf mystische Weise wieder verschwunden.

Große Freude am Morgen, mit einer Portion an Motivation sich noch besser um die verbliebenen Milchzähne zu kümmern und diese zu putzen, damit die Zahnfee auch weiße kleine Milchzähne bekommt.

Im übrigen hat die Zahnfee aus wirtschaftlichen erwachsen (meinen) Gründen sich der Inflationsrate angepasst. Obwohl mir irgendwo ein echtes Goldstück lieber wäre, kommt sich mit 5,– Euro daher. Was wir nicht schlimm finden und das Wunschkind sehr erfreut. (Dies muss auch jeder für sich selber entscheiden)

Jetzt warten wir gespannt auf den nächsten Wackelzahn. Unser Wunschkind wird groß, Tag für Tag ein Stückchen mehr!

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Aber wer ist die Zahnfee, woher kommt sie?

Die Zahnfee ist ein Fabelwesen und kommt aus dem britisch und amerikanischen Raum. Kleinen Kindern, die in die Zahnpupertät kommen, sprich ihre Milchzähne verlieren, wird erzählt, dass sie die ausgefallenen Milchzähne im Austausch gegen ein Goldstück holt. Hierzu müssten die Kinder nur den ausgefallen Zahn unter das Kopfkissen oder auf den Nachtisch legen. Aus dem romanischen Raum wurde die Zahnfee in eine Zahnmaus verwandelt. So kommt nicht die Fee geflogen, sondern die Maus daher getippelt.

Und wie entstand die Zahnfee oder Zahnmaus?

Sie ist keine neu-moderne Erscheinung. Selbst in meiner Kindheit kann ich mich an die Zahnfeegeschichte erinnern, zumindest bruchstückhaft.

Es wird vermutet, wie in allen mystischen Geschichten, das der Ursprung ein magisches Ritual war, das den Übergang vom Kind zum Jugendlichen verhalf. Es war die Zeit, wo man an Hexen glaubte und die Angst der Übernahme der eigenen Person hatten, wenn Haare, Zähne, Fingernägel in Hexenhand gelangten. So waren die ausgefallenen Zähne den Menschen besonders wichtig. In manchen Kulturkreisen wurden diese an Tiere verfüttert, verbrannt oder begraben.

Wann aus dem magischen Ritual eine Feefigur oder Maus wurden ist nicht übermittelt. Die ersten Aufzeichnungen der Zahnfee , das diese ausgefallenen Zähne gegen Goldmünzen tauscht,  tauchten Anfang des 19. Jahrhundert auf.

1949 wurde eine Geschichte „The Tooth Fairy“ von Lee Rogow veröffentlicht, von da an  erlebte die Zahnfee zumindest im amerikanischen Raum ihren ersten Boom, der von da an mit Büchern und Comics begleitet wird.

 

Und wer kam und kommt zu Euch? Oder haltet ihr nichts von diesem mystischen Wesen?

Liebe Grüße und einen schönen Start ins Wochenende

Alex

 

Verlinkung zum Zähneputzen:

Playbrush und die Frage „wann darf ich wieder Zähne putzen?“

 

4 Gedanken zu “Die Zahnfee war da! Vom magischem Ritual zur Fee

  1. Sonja schreibt:

    Ich habe die Zahnfee erst vor einigen Jahren kennengelernt. Bei uns daheim (tiefstes ländliches Hessen) gab es sowas nicht 🙂 Ich finde es aber recht nett – wie übrigens auch in der Vorweihnachtszeit den frechen „Elf on the shelf“ 🙂

    Gefällt 1 Person

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