Seit 6 Wochen schon ein Schulkind – Mamas Herzwelt

Fast seit 6 Wochen haben wir ein Schulkind zu Hause. Das Wunschkind ist in seinem neuen Lebensabschnitt erfolgreich eingestiegen und hat uns mit reingezogen.  In eine Welt die größer, lauter, bunter ist als bisher. In eine Welt, wo sich Türen zu andern Welten öffnen.

Alles hat sich verändert! Unser Leben wurde mit dem Schulstart mal eben durcheinander gewirbelt, im positiven Sinne natürlich. Wir ordnen also seit 6 Wochen immer noch unserem Alltag neu, probieren uns aus – was noch zu schaffen ist und was nicht.

Früher war es einfacher, man konnte bei jeder Kleinigkeit zu Hause bleiben, sprich die Kita einfach sausen lassen. Jetzt geht das nicht mehr. Ein fester Broken ist nun auch beim Wunschkind in sein noch größtenteils zeitlosen Gefühlsterminplan gefallen und hat sich manifestiert.

Eine feste Zeit, in der Regel 5 mal die Woche und das wird so langsam auch dem Wunschkind bewusst, das diese feste Zeit Einfluss auf andere Aktivitäten und Lebensweisen hat. Eine neue Lebenssituation an die man sich gewöhnen muss, die zeitweise frustend ist, wo er sich neu zu ordnen versucht.

  • Wir haben jetzt ein Schulkind, was bestimmt seine Zeit in der KiTa vermisst ohne es auszusprechen.
  • Wir haben jetzt einen großen Jungen der morgens sich anzieht, seine Sachen schnappt und mit Papa los zieht.
  • Wir haben jetzt einen Sohn, der 8 Stunden auf sich alleine gestellt ist und im Gegensatz zur Kita keine Hilfestellung bei „Durst, Toiletten, Aktivitäten, Zurechtfinden“ hat
  • Wir haben jetzt ein grosses Kind, das selbst entscheidet was es über den Tag zu erzählen gibt
  • Wir haben jetzt einen großen Jungen der selber entscheiden muss, wann er lernt, ob er mitmacht, wie er sich verhält und so viele Dinge mehr
  • Wir haben jetzt ein großes Wunschkind mit einem neuen Lebensalltag der auch uns beeinflusst

Eine spannende, gefühlsaufwühlende Zeit ist für mich angebrochen. Die Schule scheint mir wie ein schwarzes Loch, in dem das Wunschkind morgens verschwindet und sich nachmittags rematerialisiert.

Loslassen sagen manche. Ich lasse ja los, trotzdem wäre es schön zu wissen wie es ihm geht, was er erlebt, wo seine Ängste und Sorgen stecken oder gar Freud und Spass. Ich fühle mich als stille Beobachterin, die nicht in das Datenschutzprogramm des Wunschkindes aufgenommen wurde.

Andere sagen die Grundschulzeit geht so schnell vorbei. Recht haben Sie, die letzen 6 Wochen war ein Fingerschnip und die insgesamt 4 Jahren werden schnell vergehen. Von den vergangen 6 Jahren kaum zu reden. Soviel dazu, das die Zeit ein Konstante ist, aber nicht auf der Gefühlsebene.

Jetzt schauen wir, beobachten wir und sind einfach nur stolz auf das Wunschkind, wie es seinen Tag meistert. Wir hoffen zu tiefst das er keine versteckten Sorgen und Ängste hat und er eine spannende, entspannte und schöne Grundschulzeit hat!

Seit 6 Wochen ein Schulkind und irgendwo können wir es noch nicht so ganz glauben

Eure Alex

 

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13 Gedanken zu “Seit 6 Wochen schon ein Schulkind – Mamas Herzwelt

  1. Ilaina schreibt:

    Auch wenn es Dir schwer fällt, ich glaube, es ist gerade das Beste abzuwarten und noch stille Beobachterin zu bleiben. Die Hexe ist zwar viel jünger, aber selbst bei ihr merke ich, dass sie bei manchem einfach Zeit braucht, bis sie was erzählen mag. Kommt dann meistens beim Zubettbringen. Und ich denke, Dein Bub wird sich grad auch noch irgendwie eintakten und einfach so viel im Kopf haben, dass er selbst noch sortiert, was er erzählen will. Das ist wieder so eine Übung in Geduld, die einem das Leben stellt und die dann mit Vertrauen (und Dankbarkeit) belohnt wird.

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    • Impressions of Life schreibt:

      Danke fürs kommentieren. Ja genau, wir dürfen mit lernen und irgendwie freu ich mich auch darauf. Die Kids lernen heute auch anderes als früher. Ich hoffe mit der Zeit wird das Wunschkind offener und erzählt auch was, es sind ja auch erst 6 Wochen rum.
      Liebe Grüße und eine schöne Restwoche noch

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  2. theolounge schreibt:

    Es ist sicher gut, wenn man es neben der Schule schafft, sich noch Zeit für das Kind freizuschaufeln, möglichst jeden Tag und ganz besonders auch am Wochenende. Denn die Zeit geht wirklich sehr schnell vorbei. Wenn die Kinder dann erstmal 13 und 14 sind haben sie ohnehin ganz ihre eigene Lebenswelt.

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  3. Ilanah schreibt:

    Ich kann mir gut vorstellen, dass das für euch alle eine große Umstellung ist.
    Aber es wird sich einspielen.

    Und mit etwas Geduld wird er auch anfangen zu reden,da bin ich sicher.

    Wir haben es meist so gemacht, dass wir beim gemeinsamen Essen erzählt haben von unserem Tag, so dass jeder erzählen konnte. Den Kindern hat es gefallen, auch dass sie mal was vom Tag der Eltern hörten, so fiel es ihnen bald nicht mehr so schwer, auch von ihrem Tag zu berichten. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, oder was meinst du?

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    • Impressions of Life schreibt:

      Ja ich weiß, wird sich einspielen. Ich denke ab dem nächsten Schuljahr lach ich drüber.
      Da ich mich ganz gut in das Wunschkind reinversetzten kann, weiß ich das es für ihn grausam ist, fragen nach dem Tag zu beantworten. Ich fand das ziemlich schrecklich als Kind.
      Wenn jeder Abends von Tag nach Hause kommt (zwischen 16-18 Uhr), essen wir zwar zusammen, kuscheln und spielen noch etwas und dann ist der Tag auch schon vorbei.
      Wir reden immer vom Tag, das stört das Wunschkind aber nicht und regt ihn auch nicht an von seinem Tag zu berichten.
      Da brauchen wir noch Geduld, er darf das ja auch selber entscheiden was er erzählen möchte, es ist ja sein Leben, sein Tag. Nur ich hab das Gedankenkino.
      Liebe Grüsse und einen schönen Freitag noch

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