Einschulung – wir haben jetzt ein I-Dötzchen – 2 1/2 aufregende Tage

Das waren jetzt sehr aufregende, überwältigende Tage für die ganze Familie. Eine neue Gefühlswelt prasselt(e) auf jeden von uns ein und wir sind auch immer noch beim Ordnen der Gefühle und umstrukturieren des Alltages.

Kindergarten – das war es ! Hallo Schule !

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Am 31.08.17 hatten wir nun Einschulung. Der lang ersehnte Tag war endlich da, die Kindergartenzeit liegt jetzt hinter uns, ein neuer Lebensabschnitt startet für die ganze Familie.

Veränderung:  die OGS

Die Veränderung begann schon einen Tag vorher. Das Wunschkind ging für 4 Stunden in die OGS (Offene Ganztags Schule). Die Kennlernwochen in den Ferien hatten wir durch unsern Urlaub verpasst. Also begann er den ersten OGS Tag mit den angemeldeten Schülern von Klasse 2-4.IMG_4409

Er bekam leckeres Mittagessen und spielte dann durchs ganze Haus. Ein Freund war auch das erste Mal dort und so startet der Tag nicht ganz alleine. Die OGS gefällt uns sehr gut und wir haben zum Glück einen Platz bekommen. Eigentlich hat jeder einen Anspruch darauf, wenn er arbeitet, aber leider gibt es nicht genug Plätze.

Auch wenn die Kinder jetzt älter sind, hört man sofort beim reinkommen Kinderlachen, spürt kindliche Fröhlichkeit und Ausgelassenheit. Dieses positive Gefühl hatte ich nie beim Kindergarten, dort hörte man nur hinter verschlossener Tür Radau im Gruppenraum, in der OGS hört man fröhlichen Kinderlärm wie Musik durchs ganze offene Haus. (Gefühle jetzt nach insgesamt 2 Tagen OGS – mal schaun wie sich das entwickelt). Dies sind natürlich nur meine persönlichen Gefühle und Eindrücke im Vergleich zur KiTa und OGS. Ich war natürlich und bin auch jetzt nicht immer in der KiTa und OGS dabei /dabei gewesen. Ich kann nur und konnte nur in die Augen meines Kindes schaun. Natürlich waren in der Kita zwei super liebe Menschen die viel für die Kinder und ihren Spass,  ihre Freude /Fröhlichkeit, ihr Herz getan haben und dafür Danke ich ihnen auch!

Während das Wunschkind in der OGS tobte, machten wir den Haushalt und trafen Vorbereitungen zum Einschulungstag. Die Aufregung bei uns Eltern wuchs und ich unterbrach immer wieder die Arbeit und verfiel in träumerrei.

Der Elternabend am Vorabend machte die Aufregung größer

Am Abend hatten wir Eltern unseren zweiten Elternabend in der Schule. Leider ging ich dort alleine hin, da wir keinen (Baby)Sitter bekommen hatten. Die Direktorien erzählte uns zu nächst wie der morgige Tag ablaufen würden, die beiden Klassenlehrerinnen stellten sich vor und ihren Ablauf des Schuljahres.

Dann ging es in die zwei Klassen (Aufteilung wie die Kinder) zur Wahl der Elternpflegschaft. Zu meiner Verwunderung war die Wahl ganze 2 Minuten später abgeschlossen und musste nur formell per Stimmzettel fürs Protokoll ausgezählt werden. Dazu haben wir noch andere organisatorische Angelegenheiten geklärt. Wir stimmten einer Klassenkasse zu, den Kauf von Wasserkästen, damit die Klasse immer was zu trinken im Klassenraum hat und stimmten den privaten Kauf von zusätzlichen Schulbüchern zu. Eine Telefonliste wurde erstellt und Datenschutzformulare ausgefüllt. Zu meiner Verwunderung gibt es keine Tafel, wie ich sie kenne mehr, modern und per PC gesteuert.

Gegen 22 Uhr war ich dann wieder zu Hause. Das Wunschkind schlief und wir machten noch ein paar Salate für den morgigen Grilltag. Glück hab ich, das ich keinen Kuchen backen musste, aber wir sind alle keine Kuchenesser

Der große Tag – Einschulung

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Dann war der große Tag da. Um 6 Uhr schlich ich zum Bäcker und begab mich bei der Heimkehr in die Küche zur Vorbereitung für das Mittagessen mit der Familie. Das Aufstehen des Wunschkindes funktioniert erstaunlich super. Er durfte seine Einschulungsgeschenke noch bewundern und dann machten wir uns fertig. Nachdem wir um 8 Uhr alle gefrühstückt hatten, begaben wir uns zur Stadtkirche.

Keine Einschulung ohne Kirche – schön war es trotzdem

Normalerweise mag ich Kirchenveranstaltungen gar nicht. Für uns hat Glauben nichts mit Kirche zu tun und  vor allem darf jeden Glauben was er möchte und auch fühlen. Aber der Gottesdienst war wundervoll. Die I-Dötzchen durften auf den Kirchensitzbänken stehen, es wurden überwiegend moderne Kinderlieder gesunden inklusive Körperbewegung, der Kindergarten mit den neuen Vorschulkinder war auch da. Überall strahlende Kinder. Es war herrlich anzusehen.

Leider spielte an diesem Tag das Wetter nicht ganz so mit, also sah jeder nach der Kirchenfeier zu, schnell und trocken zur Grundschule zu kommen, wo wir uns alle in der Aula trafen.

Die Grundschule – jetzt sind wir da

 

Dort wurde ein buntes, sehr schönes und gefühlsbewegendes Programm durchgespielt. Ein paar Schulklassen gestalteten mit Lieder und Gedichten das Programm, dass die Direktorin moderierte.

Alle Erstklässler saßen in erster Reihe und schauten ehrwürdig sich alles an. Es wurden Geschichten erzählt, Mutmachlieder gesungen, vom Schulalltag erzählt und viel Freude, Mut und Fröhlichkeit rüber gebracht.

Nach 30 Minuten ging es zu Klassenverteilung. Dem ein oder anderen Kind sah man neben der Aufregung jetzt auch etwas Ängstlichkeit an. Alle meisterten das super gut. Die zwei Klassen wurden vorgestellt und gingen zusammen mit ihrer Lehrerinnen und Klassentieren (Eule oder Affe) in die erste Unterrichtsstunde.

Wir Eltern, Freunde und Verwandte blieben noch einen Moment in der Aula, bevor wir uns zu Kaffee, Getränken und Grillwürstchen nach unten in die Turnhalle begaben, draußen regnete es nämlich immer noch.

Nach einer Schulstunde begaben wir uns zu den einzelnen Klassenräumen und warteten. Ich glaub jede Minute zog sich wie Kaugummi in die Ewigkeit. Dann öffnete sich endlich die Tür und die Kinder strömten raus. Glücklich, aufgedreht und jeder hatte seine eigenen Wünsche die sofort erfüllt werden wollten. Von essen, kuscheln bis nach Haus gehen. Bei uns traf letzteres zu.

Die Gefühlswelt fährt Achterbahn und wir gingen nach Hause

Wir erfüllten den Wunsch und gingen gemeinsam Heim. Beim Einschulungsgottesdienst und in der Schule waren auch der Opa und die Oma dabei, die anderen beiden Omas leider nicht. Eine warteten zu Hause, es wäre zu anstrengend gewesen und eine hatte eine starke Erkältung.

Zuhause angekommen, packte das Wunschkind seine Einschulungsgeschenke und Zuckertüten aus, die er morgens nur bewundern durfte und wir saßen gemütlich zusammen und grillten. Letztendlich war es bis auf das Wetter ein sehr schöner, aufragender, spannender Tag.

Der (erste) zweite richtige Schultag

Da am nächsten Tag Schule war, beendeten wir den Tag rechtzeitig und gingen schlafen. Jeder mit dem Gedanken, was der nächsten Tag wohl bringen mag. Zu unserem größten Erstaunen klappte das morgigen Aufstehen auch wunderbar, das Anziehen weniger und so kam es, dass der Wunschmann mit unserem I-Dötzchen erste mit dem Gong die Klasse betraten. (Ab Montag soll sich dieses entspannter ändern, wir arbeiten dran).

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Gefühle

Nun saß er da, zwischen aufgeregten, glücklichen und auch ängstlichen Kindern. Jede Laune war im Klassenraum vorhanden, aber darauf wurden wir schon am Vorabend der Einschulung informiert.

Nicht jedes Kind wird in den ersten Tagen/Wochen glücklich und fröhlich sein. Was auch verständlich ist! (Bei uns beschränkt sich dieses seit Donnerstag nur auf die Nacht mit Unruhig sein und schlechten Träumen)

Die Kinder kommen aus einem kleineren Umfeld wie dem Kindergarten in die Schule. Im Kindergarten gab es kleine Gruppen, abgegrenzte Räumlichkeiten, alles klein und familiär gehalten. Jetzt sind sie in einem großen mehreren Etagen Schulhaus. Über 200 Kinder, 9 Klassen und viele Lehrer. Dieses kann auch beängstigend werden und neben dem alles prasseln noch eine Gefühlswelt und Eindrücke auf die kleinen Großen ein. Nicht jeder ist am Anfang damit glücklich.

Nach 5 Schulstunden (für uns ein schwarzes Loch, weil wir nur das Wort „Gut“ auf alle Fragen diesbezüglich wie es war bekamen und was gemacht worden war, war nicht aus ihm raus zu bekommen). Nach der Schule wird er automatisch zur OGS gebracht, was auch am Freitag wunderbar klappte.

Aus unerfindlichen Gründen meinte ich am Freitag ihn früher abholen zu wollen. Vielleicht war der Start zu holprig geworden oder sonst irgendwas. Nein alles gut. Nach dem Begrüßen des Wunschkindes in der OGS, kam sofort die Frage nach längerem Aufenthalt!

Wir sind gespannt auf Montag. Den Stundenplan haben wir seit Freitag auch erhalten. Der Montag startet immer zur zweiten Stunden, was für eine Wohltat. Wir werden berichten, meine Mamagefühle fahren immer noch Achterbahn!

Schule – auf geht es !

Eure Alex

18 Gedanken zu “Einschulung – wir haben jetzt ein I-Dötzchen – 2 1/2 aufregende Tage

    • Impressions of Life schreibt:

      Alles sehr aufregend – besonders in der Nacht kommt die Aufregung, tagsüber eher nicht so. Wir wünschen uns auch, dass er viel viel Spass hat. Das ist sehr Wichtig. Lernen unter Druck funktioniert nicht, aber mit Spass und Freude lernt der Mensch am Besten.
      Liebe Grüsse
      Alex

      Gefällt 1 Person

  1. hanneweb schreibt:

    Na, das geht ja schon mal erfreulich los und kann nur gut werden im neuen Lebensabschnitt!
    Unser kleiner Großer wird auch in zwei Wochen eingeschult, weil dann bei uns erst die Ferien zu Ende sind.
    Liebe Grüße und kommt gut in dir Woche🌻🍀

    Gefällt 1 Person

    • Impressions of Life schreibt:

      Danke. Als ich Kind war, war es auch sehr nüchterner, aber ich war damals 1,5 Jahre älter und heute find ich in Deutschland mit 5 oder 6. viel zu früh. Man wird nur einmal Eingeschult und das sollte gewürdigt und gefeiert werden. Auch wenn jetzt die Meinungen auseinander gehen. Ich feier, zumindest so lange er möchte, jedes Jahr das neue Schuljahr. Schließlich möcht ich mich auch bedanken, das er dort hin geht und es toll macht. Ich für meinen Teil finde unser Schulsytem (in Deutschland) nicht mehr tragbar und bin über jedes Tag, jedes Jahr glücklich, dass das Wunschkind dies mitmacht /mitmachen wird.
      Liebe Grüsse
      Alex

      Gefällt 1 Person

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