Blogparade: 25 Gründe für einen Trotzanfall

Blogparaden sind etwas schönes, nachdenkliches und lustiges. Hallo liebe Wolke ruft grade zur einer Blogparade auf „25 Gründe für einen Trotzanfall“.

Bevor ich starte, hab ich erst letztens was darüber gelesen, was ich vielleicht von Anfang an gerne gewusst hätte. Aber  man kann ja nicht alles wissen. Perfekt unperfekt halt:

Ab dem dritten Lebensjahr beginnen also unsere kleinen Engel sich irgendwie zu verwandeln. Da wird aus dem Goldlöckchen ein rot leuchtendes Teufelchen und aus dem lieben Jungen ein Rumpelstilzchen was seinesgleichen sucht. Willkommen in der Trotzphase. Happy Happy Freu Freu

Eigentlich ist das doch super. Unsere kleinen Engel werden selbstständig, zeigen uns ihren Willen, bedienen sich ihrer persönlichen Sprache (die mit „Ich will“ beginnt, wird nur leider in der heutigen „Erziehung“ aberzogen. Schade, das ist nämlich die Sprache wo jeder glasklar seine Gefühle zeigt, nur leider von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird … aber das ist ein anderes Thema). Alles Weiterentwicklung halt, aber anstrengend!

Warum? Die kleinen Engel wollen doch nur am Leben teilnehmen, sich selber finden, uns im Alltag helfen und vor allem ihre Fähigkeit zeigen das sie kooperieren, zeigen was sie wollen, was sie wünschen, ihre Integrität wahren. Immerzu. Grade dann wenn wir im tiefen Stress sind, tun sie das, grade dann wenn wir uns Ruhe wünschen, tun sie das. Wenn sie das nicht tun würden, nicht lernen würden es zu tun, hätten wir 40+Jährige die noch mit Schlabberlätzchen nachmittags um 15 Uhr im Spielzimmer sitzen.

Noch was zum Nachdenken im Zitat, dann  geht es auch mit meinen 25 Punkten los:

„… Manche Eltern reagieren trotzig und entgegnen: „Nein, das kannst du nicht!“ Oder: „Hör auf mit dem Quatsch, dazu haben wir jetzt keine Zeit!“ Die Kinder werden selbständig, die Eltern starrsinnig. Diese Monate, Jahre im Leben eines Kindes sind zugleich der deutliche Beweis für seine Fähigkeit zur Kooperation. Wenn die Erwachsenen auf den Versuch eines Dreijährigen, eigene Kompetenz zu entwickeln , mit Widerstand und Trotz reagieren, dann wird er entweder selber trotzig – Trotz erzeugt Trotz – oder antriebslos und abhängig. Der Begriff Trotzalter ist typisch für Machthaber, die sich über renitente Untertanen ärgern. Die natürliche Entwicklung eines Kindes bringt es mit sich, dass es zunehmend selbständig wird, und nur ein totalitäres System kann ein Interesse dran haben, diese kontinuierliche Entfaltung einer eigenständigen Persönlichkeit zu problematisieren.“ * Jesper Juul – Dein kompetentes Kind – Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie

Aber es gibt ja auch die völlig logischen , verständlichen Gründe für einen Trotzanfall. Die Gründe sind so glasklar einleuchtend, Mensch warum verstehen wir die den nicht? Das kann uns kein Psychologe erklären, so einfach ist das ! Ich weiß auch nicht, warum ich nicht die Welt für das Wunschkind auf den Kopf zaubern kann.

  1. morgens aufstehen, weil Kita ist
  2. morgens nicht aufstehen müssen, weil keine Kita ist
  3. die Fensterladen hochziehen, während das Kind noch im Raum/Bett ist – zu hell
  4. die Fensterladen unten lassen , zu dunkel, das Kind kann nicht sehen
  5. falsche Farbe der Unterwäsche – zu eng
  6. richtige Farbe der Unterwäsche – gleich Kleidergröße wie Punkt 5 – passt
  7. Unwissen der Eltern, welches Spielzeug man vergangenen Woche mit in der Kita hatte
  8. Falsches Spielzeug auf dem Weg zur Kita im Auto festgestellt
  9. Tomaten im Essen (außer Ketchup)
  10. Paprika im Essen, weil sie wie Tomaten aussehen
  11. Essen zu heiß
  12. Zipper zu eng – weil er zu oft gewaschen wurden
  13. Zipper zu eng – weil er eigentlich 2 Nummern zu groß ist und neu
  14. Schuhe blöde, weil der Klettverschluss aus der Lasche gerutscht ist
  15. Badewasser zu heiß oder zu „lau-warm“
  16. Haare waschen – ohne Worte
  17. Ipad blöd, weil man in der Spieleapp verloren hat
  18. Der Hersteller der App blöd, weil man verloren hat
  19. Mama/Papa blöd, weil es jetzt vor dem Essen keine Bifi oder Eis gibt
  20. Mama/Papa blöd, weil sie das Kind zwingen mit einkaufen zu gehen
  21. Mama/Papa blöd, weil der Kühlschrank leer ist und das Kind zu verhungern droht (Kühlschrank ist niemals leer!)
  22. Die Oma ist blöd, weil sie nach 6 Stunden spielen, leer ist und nach Hause möchte und das wieder viel zu kurz sei
  23. Mama/Papa blöd weil sie im Spiel das falsche Legopüppchen mit der falschen Stimme angefasst, gespielt haben
  24. Alles, weil man sich im Auto selber anschnallen muss
  25. Alles, weil Mama/Papa nach 5 Minuten, der Anschnallverweigerung,den Motor angemacht hat und das Kind sich ja noch nicht angeschnallt hat,obwohl es das perfekt kann

Und Ihr so?

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3 Gedanken zu “Blogparade: 25 Gründe für einen Trotzanfall

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