Ab in den Urlaub – Sommerurlaub 2016

Der Anfang vor dem Anfang (wir reden von 2015)

Wir haben 2015 schon einmal bzw. unser erster Familienurlaub auf Fehmarn verbracht. Zu viert, das heißt Mama, Papa, Kind, Oma. Ich weiß noch es war sehr aufregend. Es war der erste Urlaub mit unserem Sohn, überhaupt der erste Urlaub seit 2009.

Ein Häuschen direkt am Südstrand, Selbstversorgung und über eine Ferienvermittlung gebucht. Teuer Spaß, erster Urlaub, wir wussten es nicht besser.

Letztendlich war es ein wunderschöner Urlaub, 30 Grad aber am Meer mit Wind super gut auszuhalten. Wir haben täglich (dank Kind schon um 8:30) Sandburgen gebaut. Muscheln und Steine gesammelt. Wir haben entspannt und es uns gut gehen lassen. Am Ende von 10 Tagen, stand auf jeden Fall fest das wir wieder kommen.

Die Autofahrt hin war dank Omabespaßung und Ipad (ja auch diese Familie befindet sich im Appleuniversum) mit Serien/Filmen recht angenehm, das Essen auf der Hinfahrt war teuer und nicht toll. Die Rückfahrt gesellte sich wie die Hinfahrt gleich, außer das wir nichts gegessen haben. Autobahnessen ist echt nicht so unser Ding. Wir waren zwar alle traurig wieder fahren zu müssen, aber es gab keine Tränen, nur leichten Herzschmerz.

Zuhause wurde im Oktober ein neues Häuschen, diesmal privat ohne Ferienvermittlung, erneut auf Fehmarn gebucht. Ich weiß noch das ich leichten Bammel hatte, weil es privat war und keine Gesellschaft dahinter stand. Bis dato wussten wir noch gar nicht wie dringend wir diesen Urlaub 2016 benötigen würden. Die Frühbuchung hatte nichts mit einer Vorhersehung vom „gebrauchten Urlaub“ zu tun oder Frühbucherrabatt (diesen Rabatt gibt es da auch gar nicht). Ich habe durch den Kindergarten festgelegt Urlaubszeiten (wie viele andere Eltern auch) und vertraue meinem Kollegen in der Firma nicht, das sie diese freiwillig beachten. Desweiteren sehe ich auch überhaupt nicht ein unser Kind neben den ohnehin über 30 Tagen Schließungstagen, noch zusätzlich für eine private Betreuung zu sorgen. Trifft hierbei nicht bei allen auf Verständnis.

Bis zum Sommerurlaub 2016

Die Zeit, seit eigentlich Oktober (war mir auch nicht wirklich bewusst) bis Juni 2016, baute sich immer stressiger auf. Uns allen 3 wurde das nicht so bewusst, wir nahmen das nicht war, wobei im Nachhinein Außenstehende das schon bemerkten (Vielen Dank für die NICHT-Hilfe!). Wir wollten das nicht war haben, wenn die Menschheit eins kann, dann ist es ignorieren und das im vollen Ausmaß und was soll ich sagen: wir haben das mitgemacht.

Der Gesundheitszustand der ganzen Familie verschlechterte sich. Genervtheit stand an der Tagesordnung. Nicht beabsichtigt, aber so war es halt. Jedes Wort wurde Tag für Tag / Monat für Monat mehr auf die Goldwaage gelegt und forderte je nach schwere seine Konsequenz. Streit entstand immer mehr. Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen bei uns Erwachsen, unser Kind klagte immer mehr über Bauchschmerzen. Trotzphase bei groß wie klein bahnten sich ihren Weg durch den Alltag. Zu allem bekam ich auch ab und an Angstattacken und der Haushalt blieb liegen, Chaos entstand.

Klar gab es auch Glücksmomente und kleine Wochenendauszeiten, aber die holten während der Monate nicht annähernd genug Energie zurück.

Nebenbei stand der Umzug von der Uroma im Raum (der aus heutiger Sicht falsch im Bezug auf die Wohnart war). Dieser Umzug der sich von April bis Juni hinzog, erledigte ich quasi alleine. Messiwohnung ausräumen, einpacken, umziehen, einräumen und das alles unter 82jährem Widerstand und dummen Kommentaren von Familienmitgliedern und Bekannten. Super…. ich klappte immer mehr zusammen. Während ich neben der Arbeit den Umzug erledigte, musste sich der Papa um ein genervtes, gestresstes, unleidiges Söhnchen kümmern, was beide so ziemlich fertig machte.

Das wir nicht alle im Krankenhaus gelandet sind, wobei manche Ärzte das hätte gerne mehr als 1x gesehen, war schon ein Wunder.

Im Juni begann unser Sohn dann mehrmals täglich zu fragen wie lange es noch dauert bis zum Urlaub, es war nunmehr eine Zeit wo man sich zusammen reißen musste, um nicht völlig genervt zu antworten. Er war ja erst 5 Jahre alt und schon Urlaubsreif. Mit 5 Jahren dürfte so was nicht passieren, aber der Zustand im Kindergarten brachte selbst Erwachsene zum Ende der Kräfte. Aber was soll man dazu sagen, wenn eine Politik die U3 fördert, dann eine U2 verlangt, aber nicht annähernd auf den Mangel von Erziehern achtet, sie unterstützt – nun ja anderes Thema! Fakt ist bei uns sind zu wenig Erzieher, zu viele U2 Kinder und die „Großen“ werden schon jetzt alleine gelassen, was bei sensiblen Kinder ziemlich nach hinten los geht. Unser war genervt, aggressiv, trotzig und hatte keine Lust mehr auf die Kita. Zumal auch jede Erzieherin die er von klein auf kannte, auf einmal schwanger wurde und weg war. Seitdem herrscht ein Taubenschlag in der Kita was Erzieherinnen anbetrifft. (Ich kann hierbei verstehen, dass wenn man Festangestellt ist, schwanger werden möchte, aber ich kann nicht verstehen warum kein dauerhafter Ersatz besorgt wird) Wahrlich nicht förderlich, echt nervig und in weniger als 12 Monaten endlich der Vergangenheit bei uns liegt – trotzdem arme Kinder!)

Urlaub – ja wir kommen

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Völlig fertig brauchte ich  1 Woche um Koffer zu packen für drei Personen, da wir eine Waschmaschine vor Ort hatten, musste ich nicht auf Kleidung achten. Eher Medikamente für meinen Zuckerschatz, Spielzeug und Co.. Das Auto packten wir 1 Abend vorher. Anhängerkupplung, Gepäckbox. Das Auto war voll. In der Nacht konnte niemand wirklich schlafen. Ich sagte, dass das für unseren Sohn nicht schlimm sei und für die Oma, die könnten im Auto hinten schlafen.

Am nächsten Morgen waren alle relativ fit um 5 Uhr. Selbst unser Söhnchen stand mit einer Leichtfüßigkeit auf, die er seit Monaten nicht mehr hatte. 6 Uhr waren alle im Auto. Selfies wurden geschossen und los ging die große Fahrt. 30 Minuten später stand fest, das durch den Stress, das Wichtigste noch auf dem Sofa lag. Medikamente des Zuckerschatzes und die Medienunterhaltung. Also nochmal zurück!

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Ca. 6 Stunden später erreichten wir glücklich und zufrieden unser Ferienhaus. 2 kleine Pausen hatten wir gemacht und da die Hausdame noch keine Zeit für die Schlüsselübergabe hatte, gingen wir, wie es jetzt Tradition wird, beim Kussmann (www.kussmann-suedstrand.de) Mittagessen. Der Urlaub begann. Wir entspannten uns und haben einfach die Alltagssorgen an der Fehmarnsundbrücke liegen gelassen. Wir könnten Sie ja später auf der Rückfahrt wieder aufsammeln, wenn sie kein Anderen gebrauchen könnte, wir teilen diese echt gerne.

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Das Wetter war jetzt keine 30 Grad wie letztes Jahr, aber war trotzdem sehr schön. Unsere Strandzeiten waren zwar diesbezüglich kürzer, aber wir waren auch in der Ostsee. Die Jungs ließen Drachen steigen. Oma sponserte 2 Lenkdrachen (einen „Großen“ der dann doch zu groß war (zu viel zug hatte) für den kleinen Schatz und er somit einen „Lenkmatte“ bekam). Drachenzähmen auf Fehmarn leicht gemacht! (Name der Drachen: Roter-Feuerblitz, Grünblitz)

Wir kochen viel und aßen lecker, wir grillten sogar auf einen Kohlegrill (obwohl der Herr Papa bis dato nur auf seinen Gasgrill schwor, jetzt haben wir den Salat er möchte einen Kohlegrill), gingen ab und an Essen, aßen das weltbeste Softeis „Raddens“, waren spazieren, waren im Wellenbad (bisher von der Größe kein vergleichbar Gutes gefunden), besuchten Museums (die Galileo Wissenswelt, das Meereszentrum, Schmetterlingsfarm, U-Boot und Schiffsrettung), spielten sehr viel zusammen, fütterten fast täglich Enten und Schwäne, hatten endlich seit langem wieder Spaß, das Lächeln in den Augen kam wieder. Es war so schön und himmlisch unseren Sohn ausgelassen wieder lächeln zu sehen.

Klar gab es auch ab und an mal Reibereien, aber es war eine glücklich, entspannte Zeit. Danke an alle für diesen Urlaub. Ich liebe Euch !

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Der letzte Abend und der darauffolgende Morgen ging mit Tränen in unsere Erinnerungen ein. Trotz wiederholter Ankündigung war es wie ein Schock für unseren Sohn nach Hause fahren zu müssen. Er weinte sich am Abend in den Schlaf. Es brach mir das Herz. Auch am nächsten Morgen blieb er weinend, in sich gekrümmt, im Bett liegen und verzichtete aufs Frühstück. Er hatte soviel Herzschmerz. Wir weinten zusammen und beschlossen feierlich das wir wieder kommen im Sommer 2017 zu 100%! Er hat bis heute Angst seine Erinnerungen an diesen Urlaub zu verlieren.

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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Wir versendeten am ersten Septemberwochenende ein Buchungsanfrage für den Sommerurlaub 2017. Diesmal mit einer kleinen Änderung, was auch zur groß kleinen Empörung des Jüngsten führte. Wir fahren ohne Oma. Eine traurige Entscheidung von Oma, aber wir müssen diese akzeptieren. Das heißt für uns nächstes Jahr: noch mehr Abenteuer: wir fahren zu dritt

 

noch 312 Tage

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